Zweck des Vereins ist die ideelle Unterstützung und Förderung des 'Kino Toni' in Berlin-Weißensee. Er will ein Bindeglied zwischen dem 'Kino Toni' und der Öffentlichkeit sein sowie die Zusammenarbeit des 'Kino Toni' mit der Bevölkerung (im Bezirk Pankow und auch darüber hinaus), mit dem Berliner Film- und Fernsehverband e.V., dem Filmverband Brandenburg e.V. und auch dem Landesverband Berlin/Brandenburg des Bundesverbandes Deutscher Filmautoren (BDFA) e.V. sowie anderer Organisationen pflegen.
Buchpremiere und Lesung Gunnar Decker31.03.2026 18:00 Uhr
Buchpremiere und Lesung Gunnar Decker
Erik Neutsch Der letzte Jakobiner
Diese Biografie zeichnet Leben und Schaffen jenes DDR-Autors nach, der wie kein anderer das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes stellte. Sein erster Roman, »Spur der Steine«, machte ihn über Nacht berühmt, gleichzeitig stieß er bei maßgeblichen Funktionären auf Ablehnung: der Blick auf Alltag und Widersprüche des Sozialismus zu ungestüm, zu frei, zu anarchisch. Seinem nächsten Roman, »Auf der Suche nach Gatt«, der Geschichte eines gescheiterten Parteisekretärs, wird jahrelang die Druckgenehmigung verweigert. Lebenslang verfolgte Neutsch das Thema des Jakobinertums, eindringlich gestaltet in seiner Erzählung »Forster in Paris«. Zerstört politische Radikalität die eigenen Ideale, oder schützt sie diese vor bloßer Beliebigkeit? Zwischen Parteitreue und Rebellion gefangen, gerät Neutsch in den Achtzigern in eine Schaffenskrise. Die Wende trifft ihn bis ins Mark – und setzt neue produktive Kräfte frei. Vom Literaturbetrieb weitgehend unbeachtet, gelingt ihm mit »Nach dem großen Aufstand«, einem Roman über den Renaissance-Maler Mathias Grünewald, ein visionäres Alterswerk von beeindruckender Intensität.
Gunnar Decker hat für seine Biografie bislang unerschlossenes Archivmaterial gesichtet, das zahlreiche Aufschlüsse über die private Sphäre des Schriftstellers und seinen keinesfalls unkomplizierten Charakter liefert. Gleichzeitig analysiert er mit kundigem Blick auf die Literaturszene der DDR kulturpolitische Entwicklungen und markiert Neutschs Stellenwert: ein unbequemer Realist, leidenschaftlicher Erzähler und streitbarer Zeitgenosse.
Webseite03.04.2026
Wir wünschen ein stressfreies und damit ein schönes Osterfest
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Bleiben Sie alle gesund!
Dennis Buchner
1. Vorsitzender
ALLE MEINE MÄDCHEN13.04.2026 18:00 Uhr
„ALLE MEINE MÄDCHEN“ (DEFA 1979, fa,/sw 83 min).
Man erlebt einen Film im Film. Der Regiestudent Päschke soll eine Frauenbrigade des Berliner Glühlampenwerks mit der Kamera begleiten. Bei oberflächlicher Betrachtung zeigt sich ihm ein mustergültiges Arbeitskollektiv. Doch bei näherem Hinsehen bemerkt er Spannungen und Konflikte zwischen den Frauen, zumal eines der Mädchen, Kerstin, eine wegen Diebstahls vorbestrafte Abiturientin ist, die sich in der Produktion bewähren soll. Das Misstrauen ihr gegenüber wird auch von der überkorrekten Meisterin mitgetragen. Die Situation eskaliert, als in der Brigade Geld abhandenkommt und – wie sollte es anders sein – Kerstin beschuldigt wird.
Einführung und Moderation: PAUL WERNER WAGNER
Im Rahmen der DEFA-Filmreihe zeigen wir regelmäßig DEFA-
Filme mit Berlin-Bezug.
Zu Gast zum Gespräch sind häufig Beteiligte aus dem jeweiligen Film.
VIER MINUS DREI16.04.2026 18:00 Uhr
ab 16. April 2026
„VIER MINUS DREI“
Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) leben als professionelle Clowns. Sie sind bekannt für ihre humorvollen Darbietungen und werden oft als „Clownsfamilie“ bezeichnet. Barbara selbst betrachtet das Clownsein als mehr als nur einen Beruf; es ist eine Lebensphilosophie für sie. Die Philosophie des Clownseins, die Barbara vertritt, basiert auf verschiedenen Prinzipien. Dazu gehört die Fähigkeit, in Momenten des Scheiterns und der Enttäuschung Humor zu finden und sich über die Dinge lustig zu machen, die nicht wie geplant verlaufen. Es geht darum, Leichtigkeit in den Alltag zu bringen und auch in schwierigen Situationen das Positive zu sehen. Ihr Leben verläuft harmonisch, und die Familie lacht viel zusammen. Doch dann trifft die Familie ein unvorstellbarer Schicksalsschlag. Dieses Ereignis stellt Barbaras Einstellung zum Clownsein und zum Leben auf eine harte Probe. Sie muss sich mit einer Tragödie auseinandersetzen, die sie vorher niemals für möglich gehalten hätte.
Basiert auf dem gleichnamigen Roman von Barbara Pachl-Eberhart
Spatzenkino am Wochenende19.04.2026 11:00 Uhr
Pettersson und Findus:
Groß und klein
In „Pettersson und Findus: Groß und klein“ erfüllt eine Sternschnuppe Findus seinen Wunsch: Er möchte so groß sein wie Pettersson. Ob das eine gute Idee ist?
Tilli Klapperzahn
Der Realfilm „Tilli Klapperzahn“ erzählt davon, dass sie eigentlich gar nicht alleine ist: Der lustige Schlumpsi ist ja da!
Die Raupe und die Henne
Im Legetrickfilm „Die Raupe und die Henne“ staunt die Henne, als die Raupe sich plötzlich verpuppt. Doch bald schlüpft ein farbenfroher Schmetterling aus dem Kokon.
3 EURO PRO PERSON
LACHTAUBEN WEINEN NICHT29.04.2026 18:00 Uhr
"LACHTAUBEN WEINEN NICHT" (DEFA 1979, farbe, 82 min)
Eine Schmelzerbrigade eines Martin-Stahlwerkes. Zu ihr gehören unter anderem der junge Rolf Ziener, genannt Lachtaube, der sich einmischt, wenn etwas nicht in Ordnung ist; Hubert Zementhin, der als Leiter eines
Werkes abgesetzt wurde und nun wieder Schmelzer ist; Manfred Nasse, der seinen Fähigkeiten entsprechend Brigadier sein müsste, aber es als Nichtgenosse nicht sein darf. Letzterem fällt eher zufällig das Intensivierungsprogramm des Werkes in die Hände, aus dem hervorgeht, dass ihre überalterten Martinöfen stillgelegt werden und damit ihre Arbeitsplätze verloren gehen sollen. Die Brigademitglieder sind empört, dass der Beschluss gefasst wurde, ohne mit ihnen zu sprechen. Sie verweigern die Arbeit und erzwingen eine Auseinandersetzung mit der Werkleitung, in der der Leitungsstil von
Direktor Flatow scharf attackiert wird.
Regie: RALF KIRSTEN
Kamera: JÜRGEN HOEFTMANN
Hauptrollen: GÜNTER NAUMANN, EBERHARD MELLIES
KLAUS MANCHEN, UWE KOCKISCH
ROSE30.04.2026 18:00 Uhr
„ROSE“
Rose ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm von Markus Schleinzer aus dem Jahr 2026. Das Historiendrama ist im 17. Jahrhundert angesiedelt und erzählt von einer Frau, die sich als männlicher Soldat verkleidet Integration in eine abgeschiedene Dorfgemeinschaft erhofft. Die Hauptrolle übernahm Sandra Hüller. Ihre Figur ist inspiriert von zahlreichen dokumentierten Berichten über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte. Die österreichisch-deutsche Koproduktion wurde im Februar 2026 im Hauptwettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) uraufgeführt, wo die schauspielerische Leistung von Hüller preisgekrönt wurde. Ein regulärer Kinostart ist ab Ende April desselben Jahres vorgesehen.
Der Film ist in Schwarz-Weiß gedreht und konzentriert sich auf die karge, harte Lebensrealität der Zeit.
Sandra Hüller gewann den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin.
