Zweck des Vereins ist die ideelle Unterstützung und Förderung des 'Kino Toni' in Berlin-Weißensee. Er will ein Bindeglied zwischen dem 'Kino Toni' und der Öffentlichkeit sein sowie die Zusammenarbeit des 'Kino Toni' mit der Bevölkerung (im Bezirk Pankow und auch darüber hinaus), mit dem Berliner Film- und Fernsehverband e.V., dem Filmverband Brandenburg e.V. und auch dem Landesverband Berlin/Brandenburg des Bundesverbandes Deutscher Filmautoren (BDFA) e.V. sowie anderer Organisationen pflegen.

Urlaub / Ferien 

Wir wünschen eine schöne Urlaubs- bzw. Ferienzeit.
Der Spielbetrieb im Toni geht mit tollen neuen Filmen weiter. Besuchen Sie uns!

 

nd Filmclub August28.08.2019 18:00 Uhr 

„VOLKSPOLIZEI“ (1985/2001, 60 min)
„IMBISSE SPEZIAL“ (1989/90, 27 min)
Dokumentarfilme von Thomas Heise

Imbiss Spezial ist ein Film des Übergangs im Untergang des alten Vaterlandes. Die Agonie des Wartens auf dem Bahnhof Lichtenberg Anfang Oktober 1989 als gesellschaftliches Vexierbild.
Volkspolizei - Momentaufnahmen aus dem VP-Revier Brunnenstraße, unmittelbar vor dem 1. und 8. Mai 1985, liegt in Mitte, in direkter Nähe zum “antifaschistischen Schutzwall”. Auch deshalb haben die Beamten vorrangig auf auffällige Elemente zu achten, die gewollt oder unwillkürlich den Ablauf der Feiertage stören könnten. Und mit etwas Mühe werden sie auch fündig. Der Film war in der DDR nicht für eine öffentliche Aufführung vorgesehen. Die Premiere fand 2001 während der 25. Duisburger Filmwoche statt.

Gesprächspartner: THOMAS HEISE

 

Filmempfehlung07.09.2019 20:00 Uhr 

„UND DER ZUKUNFT ZUGEWANDT“
Mit ALEXANDRA MARIA LARA, ROBERT STADLOBER, STEFAN KURT

Das erste, was die junge Kommunistin Antonia Berger (Alexandra Maria Lara) 1952 bei der Einreise in die DDR vom Funktionär Silberstein (Stefan Kurt) hört, ist: „Wahrheit ist das, was uns nützt“. Denn nichts soll den Aufbau einer neuen, viel besseren Welt stören. Im kleinen Fürstenberg wird sie von der sozialistischen Kreisleitung gebührend in Empfang genommen, man kümmert sich um ihre sterbenskranke Tochter, teilt ihr ihre eigenen vier Wände zu und eine Arbeit. In der Sowjetunion hat Antonia schwere Zeiten verbracht, so wurde sie von ihren eigenen Genossen zu Unrecht verurteilt und gefangen genommen. Nun schöpft sie nach all den Jahren endlich wieder Hoffnung. Als sie sich dann auch noch in den jungen Arzt Konrad (Robert Stadlober) verliebt, scheint das Glück perfekt. Doch für ihr neues, viel schöneres Leben soll sie einen hohen Preis zahlen: Von ihrer schweren Zeit in der Sowjetunion darf niemand erfahren, denn die Wahrheit könnte die noch junge, zerbrechliche Nation ins Wanken bringen. Doch im Herbst 1989, als der Traum von einer besseren Welt vorerst ausgeträumt ist, hat das ein Ende...

 

„LEICHENSACHE ZERNIK“09.09.2019 18:00 Uhr 

FILMMONTAG
„LEICHENSACHE ZERNIK“

In den Berliner Nachkriegswirren von 1948 wird die junge Katharina Zernik vom Frauenmörder Retzlaff in den Wald gelockt, erwürgt und mit Salzsäure entstellt. Im sowjetischen Sektor nimmt der neu eingestellte Inspektor Kramm die Ermittlungen auf. Er versucht mit westlichen Kollegen zu kooperieren, was sich aufgrund der immer noch provisorischen Situation der Polizei als schwierig erweist.

 

nd Filmclub September25.09.2019 18:00 Uhr 

WENN JEDER TANZEN WÜRDE, WIE ER WOLLTE, NA!“ (1972, 25 min)
„KEINE PAUSE FÜR LÖFFLER. EIN LEHRER UND SEINE 6 C“ (1974, 71 min)
Dokumentarfilme von Winfried Junge

In „Keine Pause für Löffler. Ein Lehrer und seine 6c “, 1974, kehrt Winfried Junge in jene Schule zurück, in der er sechs Jahre zuvor seinen einzigen Spielfilm gedreht hat. Wieder beweist er die besondere Gabe, das Vertrauen der Heranwachsenden zu gewinnen. Die Schüler und ihr Klassenlehrer artikulieren sehr direkt ihre Hoffnungen, Wünsche und Probleme. Junge zeigt, was im offiziellen DDR-Volksbildungssystem selten offen diskutiert wird: Dass Klassen außer Kontrolle geraten, weil Erziehungsziele und Methoden sich nicht an der Wirklichkeit orientieren. Löffler versucht es darum anders – und nicht wenig antiautoritär.

Gesprächspartner: WINFRIED JUNGE